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Die Geschichte der Marktgemeinde Oberschwarzach
Die Geschichte Oberschwarzachs ist eng verknüpft mit der
Geschichte der naheliegenden Burg Stollberg.
| 1151 |
Erste urkundliche Erwähnung "Curia
Swarza". Ein Castrum Stolberg wird im
Zusammenhang mit Schenkungen an das Kloster Ebrach genannt. Besitzer der
Burg waren staufische Ministerialen, die von den Würzburger Landesherren,
den Fürstbischöfen, nicht wohlgelitten waren. |
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| 1236 |
Ludwig von Stolberg, der
Herrscher auf der Burg, wurde während einer Fehde mit Bischof Hermann von
Lobdeburg von Würzburger Reitern erschlagen. Der Bischof überläßt dem Sohn
Ludwig von Stolberg die Burg als Würzburger Lehen. |
| 1372 |
Die Burg fällt an das
Würzburger Hochstift zurück und wird Sitz des Würzburger Oberamtes. |
| 1525 |
Zerstörung der Burg durch
aufständische Bauern aus Oberschwarzach. |
| 1575 |
Sitz des Oberamtes wird
Oberschwarzach. Fürstbischof Julius Echter kauft
das Schloßgut der Truchsesse von Henneberg, um an Stelle des adligen
Schlosses ein neues Amtshaus zu errichten - das heute noch gut erhaltene
und bewohnte Renaissanceschloß. |
| 1611 |
wütet die Pest in Oberschwarzach. 158 Einwohner werden im ganzen
Jahr von der Seuche heimgeholt. |
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| 1614 |
Die Inschrifttafel in der Pfarrkirche Peter und
Paul verweist auf den Fürtbischof Julius Echter als Bauherrn. Die äußere
Gestalt der Kirche ist ein Werk der Echterzeit: der spitze Turm mit der Echterhaube, die
Maßwerkfenster im Chor und die Inschrifttafel am Langhaus. Die Gründung
der Kirche liegt jedoch bereits im 11. Jahrhundert. |
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| 1621 |
eine bischöfliche
Münzstätte befindet sich in Oberschwarzach. Drei Münzsorten wurden
geprägt: Dreikreuzerstücke, Dreibätzner und Sechsbätzner. |
| 1723 |
letzte Hinrichtung in Oberschwarzach. Eine Kindsmörderin wird im
Schloßhof mit dem Schwert enthauptet. |
| Der 7- jährige Krieg |
Oberschwarzach wird von
preußischen Truppen besetzt. |
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| 1942 |
Der von 1934 bis zu seiner
Verhaftung 1941 amtierende Pfarrer Georg Häfner stirbt im
Konzentrationslager Dachau. |
| 1963 |
Neubau eines Pfarrheimes
mit Kindergarten, Jugendräumen und Bücher-reizimmer. |
| 1967/68 |
Neubau der
Georg-Häfner-Verbandschule |
Erläuterung
des Ortsnamens:
Der historische Name des Ortes lautet: Schwarzach unter
der Burg - sub castro Stolberg. In mittelalterlichen
Urkunden wird eine "Curia Swarza" genannt, also ein Hofgut, benannt nach dem
unweit entspringenden Bächlein Schwarzach.
Der Name könnte als schwarzes Meer oder schwarzer Bach
gedeutet werden, wobei sicher nicht gemeint war, daß schwarzes Wasser im Bach
floß, sondern, daß sich das Wasser auf dunklem Bachgrunde zu Tale
schlängelte.
Die Beifügung "Ober" wird dem ursprünglichen Ortsnamen
vorangestellt worden sein, um eine Verwechslung der nahe liegenen Dörfer und
Städten Schwarzach, Münsterschwarzach und Stadelschwarzach zu vermeiden und um
die Lage des Ortes zu lokalisieren: Der Ort am Oberlauf der Schwarzach.
Die
Beifügung "Markt" hat folgende Bedeutung:
Oberschwarzach war für viele Steigerwaldgemeinden
kirchlicher Mittelpunkt und somit auch "Einkaufsmarkt". Im Laufe der Zeit bekam
der Ort das Recht vier Jahrmärkte abzuhalten. Zusätzlich durften vier Viehmärkte
und ein Häfnermarkt stattfinden.
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